Karstens Wetterwelten

Der Wetter - Rückblick: Letzter Monat


März 2026
Quellenhinweis: Ab sofort nutze ich zusätzlich mtwetter.de für Daten, die S-Klima nicht zur Verfügung stellt.

Der März war mit plus 2,5 bis 3 Grad deutlich zu warm, zu sonnig (140-170%) und deutlich zu trocken (26-50%). Davon ausgenommen nur das westsächsische Vogtland, hier war es "nur" 1,2 Grad zu warm und das Regensoll wurde erfüllt. Die Sonne aber auch hier überdurchschnittlich.
Entsprechend gab es - trotz oftmals kühler Nächte - zuwenige Frosttage und nur auf dem Fichtelberg Eistage. Schnee war ebenfalls nur in den Kammlagen noch ein Thema.

Ort Temperatur (°C) Niederschlag (mm) Sonnenschein*** (Std.) Frosttage Eistage Schneetage
Dresden-Klotzsche 7,1 (+2,4) 12,5 (30%) 190,6 (150%) 9 (-2) 0 (-1) 0 (-5)
Dresden-Loschwitz 0
Görlitz 7,1 (+3,0) 15,0 (31%) 193,9 (146%) 7 (-6) 0 (-2) 0 (-7)
Lichtenhain-Mitt. 6,4 (+2,6) 17,7 (32%) 170,0 (142%) 12 (-2) 0 (-2) 0 (-9)
Zinnwald-Georg. 3,3 (+3,2) 19,9 (26%) 178,3 (161%) 11 (-11) 0 (-9) 3 (3cm, -19)
Fichtelberg 1,5 (+2,9) 45,8 (50%) 187,3 (169%) 19 (-6) 7 (-7) 28 (35cm, 0)
Plauen / V. 5,2 (+1,2) 41,8 (107%) 208,8 (178%) 20 0 0
* Wieder (zeitweise) Ausfälle an den Messstationen.
** ehrenamtliche "klassische" Handmessung
*** Wie bei "Fichtelbergwetter" gerade zu lesen war, werden die Sonnenstunden neuerdings aus Satellitendaten bestimmt - sind also Glaubenssache... DD-Klotzsche derzeit noch "richtig" gemessen!
Zitat: Allerdings bin ich mir nicht sicher, wie die inzwischen ausschließlich über Satelliten ermittelten Werte mit den bisherigen vergleichbar sind. In den Anfangsjahren ab 1946 (vorher gab es im Erzgebirge keine Sonnenscheinmessung) diente zur Messung der Campbell-Stokes-Sonnenscheinautograph (Glaskugel, die das Sonnenlicht bündelt und auf Papier brennt), später elektronische Sensoren (Pyranometern), welche die direkte Sonnenstrahlung registriert haben. Seit einiger Zeit werden geostationäre Satellitenbilder genutzt, wo aus der Reflexion von sichtbarem Licht und der Infrarotstrahlung der Wolken berechnet wird, ob der Boden „direkte Sonne“ empfängt oder durch Wolken verdeckt ist. Die lokale Sonnenscheindauer wird dann über Pixel gemittelt. Der Vorteil ist sicher die großflächige Erfassung auch über Inseln und unbewohnten Regionen. Da aber die Ergebnisse nicht exakt gemessen, sondern algorithmisch abgeleitet werden, ist eine Vergleichbarkeit langjähriger Reihen gerade in Gebirgsgegenden sicherlich schwierig.
12.01.26: Lichtenhain und Plauen sind definitiv satellitenermittelt, die anderen noch herkömmlich.


Niederschlagsmessstationen der Region

Hinweis: teilweise wird der neueste Referenzzeitraum 1991-2020 verwendet, dieser ist aber nicht für alle Stationen verfügbar. Deshalb hat der prozentuale Vergleich etwas von "Äpfel mit Birnen vergleichen" ...

Der Monat war viel zu trocken, teilweise nur ein Sechstel der regulären Regenmenge.

Schnee: keiner mehr
Neue Stationen in meiner Liste: Dresden-Seidnitz (privat) 12,2 mm, Dresden-Laubegast (privat) 2,8 mm


(Angaben in mm)
Station Ist-Wert Soll-Wert Vergleichszeitraum prozentual
Lohmen 17,0 49,4 1981-2010 34%
Sebnitz*** 60,1 1961-1990 (Reihe endet 1996)
Rosenthal-Bielatal 13,3 58,7 1991-2020 23%
Hinterhermsdorf18,7
Karsdorf 10,3 55,0 1991-2020 19%
Reinberg 18,4 55,3 1991-2020 33%
Lauenstein-Stadt 11,3 69,3 1991-2020 16%
Fürstenwalde 14,6 45,1 1971-2000 (Reihe endet 2006) 32%
Dresden-Hosterwitz 18,7 39,1 1991-2020
48%
* Wieder zeitweise Ausfälle an den Messstationen.
*** Teilausfall der neuen Kachelmann-Station, Werte von privater Station ergänzt
Mit Dank an Mathias für die Daten!


Der Wetter - Rückblick: Letzter Jahreszeitraum

Winter 2025/26


Es war ein ziemlich gewöhnlicher Winter - auch wenn die Medien Panik verbreitet haben ...
Temperaturen, Eis- und Frosttage sowie Sonnenscheindauer lagen meist nahe am Durchschnittswert, eibnzig auf dem Fichtelberg war es merklich zu "frühlingshaft".
Generell war es nur überall zu trocken.


Ort Temperatur (°C) Niederschlag (mm) Sonnenschein (Std.) Frosttage
Eistage
Schneetage
x
Dresden-Klotzsche 1,3 (0,0) 72,1 (61%) 211 (103%) 55 (+4) 21 (+2) 24 (6cm, -10d)
Dresden-Loschwitz 1,7 (+0,2) 96,4 (71%) 224 (139%) 53 19 27 (13cm)
Görlitz 0,9 (+0,3) 65,2 (53%) 225 (113%) 58 (+4) 20 (-2) 30 (9cm, -11d)
Lichtenhain-Mitt. 0,3 (+0,1) 133,0 (78%) 153 (94%) 56 (-2) 23 (-3) 31 (14cm, -13d)
Zinnwald-Georg. -2,2 (+0,7) 138,9 (60%) 147 (95%) 75 (-5) 51 (+1) 70 (38cm, -9d)
Fichtelberg -2,0 (+1,6) 176,3 (60%) 254 (124%) 70 (-12) 45 (-10) 73 (63cm, -8)
Plauen / V. 0,9 (+0,4) 66,0 (61%) 212 (127%) 58 18 27 (11cm)

* Wieder (zeitweise) Ausfälle an den Messstationen.


Niederschlagsmessstationen der Region


Auch hier lässt sich nur sagen: zu trocken, vielerorts nur die Hälfte der normalen Niederschlagsmenge. Beachtlich der Unterschied zwischen Rosenthal (westliche Sächsische Schweiz) und Hinterhermsdorf (Ostzipfel Sächsische Schweiz) - fast die doppelte Menge im Osten!

Neue Stationen in meiner Liste: Dresden-Seidnitz (privat) 82,1 mm, Dresden-Laubegast (privat) 52,4 mm

(Angaben in mm)
Station Ist-Wert Soll-Wert Vergleichszeitraum (s.o.) prozentual
Lohmen 100,8 143,4
70%
Sebnitz*** 113,2 218,6
52%
Rosenthal 88,7 170,4
52%
Hinterhermsdorf 171,0 ab September 2025!
Karsdorf66,7155,243%
Reinberg 75,9 158,1
48%
Lauenstein-Stadt 104,3 206,7
50%
Fürstenwalde 104,1 125,7
83%
Dresden-Hosterwitz 68,1 127,2
54%
Mit Dank an Mathias für die Daten!
Für die böhmischen Stationen habe ich leider keine brauchbaren Referenzwerte gefunden.


Erläuterungen

zuerst Messwert, in Klammern Abweichung vom Mittel 1991-2020

Frosttage: Tage mit Tiefsttemperatur (Tmin) unter 0°C

Eistage: Tage mit Höchsttemperatur (Tmax) unter 0°C

Schneetage: Angaben Schneetage - Abweichung - max. Schneehöhe
heiße Tage: Tageshöchsttemperatur gleich/größer 30,0°C
* unvollständige Datenreihen