Karstens Wetterwelten

Der Wetter - Rückblick: Letzter Monat


Dezember 2025

Der Dezember 2025 war zu mild, insbesondere in den Hochlagen (Fichtelberg +3 Grad wegen Inversionslagen!). Entsprechend mangelte es an Frost- und Eistagen, Schnee gab es in den niederen Lagen bestenfalls stundenweise und im Bergland zuwenig. An Silvester gasb es in Dresden immerhin mal einen halben Tag lang Schnee.
Es war zudem extrem trocken mit 25-40% der normalen Niederschlagsmenge, die Sonne machte entsprechend Überstunden (wieder mal).
In Zinnwald kälter als auf dem Fichtelberg - wegen vieler "Böhmischer-Wind-Tage" in Z. und Inversion auf dem F.

Ort Temperatur (°C) Niederschlag (mm) Sonnenschein*** (Std.) Frosttage Eistage Schneetage
Dresden-Klotzsche 2,6 (+0,9) 12,9 (29%) 77,3 (129%) 15 (-1) 2 (-3) 0 (-9d)
Dresden-Loschwitz 2,9 (+1,0) 18,8 (38%) 78,3 (174%) 15 2 1 (3cm)
Görlitz 2,6 (+1,6) 13,1 (31%) 87,6 (157%) 15 (-2) 1 (-6) 0 (-11d)
Lichtenhain-Mitt. 1,4 (+0,9) 25,7 (43%) 40,7 (99%) 14 (-5) 2 (-6) 0 (-15d)
Zinnwald-Georg. -0,3 (+2,2) 24,2 (29%) 66,7 (172%) 25 (-2) 14 (-2) 13 (7cm, -14d)
Fichtelberg 0,3 (+3,1) 39,4 (35%) 111,6 (157%) 18 (-9) 11 (-6) 14 (17cm, -13d)
Plauen / V. 1,8 (+0,9) 10,4 (25%) 76,2 (181%) 17 3 0
* Wieder (zeitweise) Ausfälle an den Messstationen.
** ehrenamtliche "klassische" Handmessung
*** Wie bei "Fichtelbergwetter" gerade zu lesen war, werden die Sonnenstunden neuerdings aus Satellitendaten bestimmt - sind also Glaubenssache... DD-Klotzsche derzeit noch "richtig" gemessen!
Zitat: Allerdings bin ich mir nicht sicher, wie die inzwischen ausschließlich über Satelliten ermittelten Werte mit den bisherigen vergleichbar sind. In den Anfangsjahren ab 1946 (vorher gab es im Erzgebirge keine Sonnenscheinmessung) diente zur Messung der Campbell-Stokes-Sonnenscheinautograph (Glaskugel, die das Sonnenlicht bündelt und auf Papier brennt), später elektronische Sensoren (Pyranometern), welche die direkte Sonnenstrahlung registriert haben. Seit einiger Zeit werden geostationäre Satellitenbilder genutzt, wo aus der Reflexion von sichtbarem Licht und der Infrarotstrahlung der Wolken berechnet wird, ob der Boden „direkte Sonne“ empfängt oder durch Wolken verdeckt ist. Die lokale Sonnenscheindauer wird dann über Pixel gemittelt. Der Vorteil ist sicher die großflächige Erfassung auch über Inseln und unbewohnten Regionen. Da aber die Ergebnisse nicht exakt gemessen, sondern algorithmisch abgeleitet werden, ist eine Vergleichbarkeit langjähriger Reihen gerade in Gebirgsgegenden sicherlich schwierig.
12.01.26: Lichtenhain und Plauen sind definitiv satellitenermittelt, die anderen noch herkömmlich.


Niederschlagsmessstationen der Region

Hinweis: teilweise wird der neueste Referenzzeitraum 1991-2020 verwendet, dieser ist aber nicht für alle Stationen verfügbar. Deshalb hat der prozentuale Vergleich etwas von "Äpfel mit Birnen vergleichen" ...

Der Monat war an allen Stationen extrem trocken, die Mengen liegen unter einem Drittel des Normalwertes.
Schnee: Rosenthal 1cm / 2 Tage; Lohmen -cm / 0 Tage; Hosterwitz 0; Lauenstein 5cm / 2 Tage; Karsdorf 2cm / 2 Tage; Reinberg 1cm / 2 Tage;
Bannewitz -cm / - Tage; Dohna -cm / 0 Tage; Sneznik 5cm / 8 Tage


Neue Stationen in meiner Liste: Dresden-Seidnitz (privat) 20,2 mm, Dresden-Laubegast (privat) 9,2 mm


(Angaben in mm)
Station Ist-Wert Soll-Wert Vergleichszeitraum prozentual
Lohmen 20,2 55,4 1981-2010 36%
Sebnitz*** 23,4 87,3 1961-1990 (Reihe endet 1996) 27%
Rosenthal-Bielatal 19,9 66,2 1991-2020 30%
Hinterhermsdorf36,2
Karsdorf 7,1 59,7 1991-2020 12%
Reinberg 12,7 63,9 1991-2020 20%
Lauenstein-Stadt 12,1 77,0 1991-2020 16%
Fürstenwalde 18,3 49,9 1971-2000 (Reihe endet 2006) 37%
Dresden-Hosterwitz 13,9 49,1 1991-2020
28%
* Wieder zeitweise Ausfälle an den Messstationen.
*** Teilausfall der neuen Kachelmann-Station, Werte von privater Station ergänzt
Mit Dank an Mathias für die Daten!


Der Wetter - Rückblick: Letzter Jahreszeitraum

Gesamtjahr 2025


Das Jahr 2025 war in Sachsen zu warm (+0,6 ... +1,3 Grad), zu trocken (75-90%) und zu sonnig (bis 120%). Es gab etwas zu wenig Frosttage (in Berglagen deutlich zu wenig) und viel zu wenige Eistage. Schnee war entsprechend Mangelware, in Schneetagen wie in der Schneehöhe.
Es gab in diesem Jahr keine extremen Wettererscheinungen, keine neuen Hitze- oder Kälterekorde, keinen Starkregen (zumindest an den betrachteten Messstationen), keine extremen Stürme und auch keine Schneerekorde. (siehe alles -> Extremwettertabelle).


Ort Temperatur (°C) Niederschlag (mm) Sonnenschein (Std.) Frosttage
Eistage
Schneetage
Heiße Tage
Dresden-Klotzsche 10,4 (+0,6) 477,2 (75%) 2027 (114%) 76 (0) 7 (-15) 15 (-29)15
Dresden-Loschwitz 10,6 (+0,6) 542,0 (87%) 2016 (127%) 74 4 1713
Görlitz 10,1 (+0,8) 582,6 (90%) 2070 (116%) 78 (-7) 9 (-16) 23 (-30)9
Lichtenhain-Mitt. 9,4 (+0,5) 639,2 (81%) - 88 (-1) 14 (-16) 31 (-29)9
Zinnwald-Georg. 6,4 (+1,0) 702,9 (70%) 1815 (119%) 120 (-20) 53 (-16) 93 (-34)0
Fichtelberg 5,3 (+1,3) 899,8 (76%) 1864 (120%) 121 (-37) 52 (-33) 125 (-29)0
Plauen / V. 9,3 (+0,6) 527,5 (87%) - 108 12 614

* Wieder (zeitweise) Ausfälle an den Messstationen.


Niederschlagsmessstationen der Region


Auch hier lässt sich nur sagen: leicht bis mäßig zu trocken, zuwenig Schneetage.

Neue Stationen in meiner Liste: Dresden-Seidnitz (privat) 559,7 mm, Dresden-Laubegast (privat) 573,3 mm

(Angaben in mm)
Station Ist-Wert Soll-Wert Vergleichszeitraum (s.o.) prozentual
Lohmen 588,6 713,1
83%
Sebnitz*** 459,9 862,8
53%
Rosenthal 603,1 816,6
74%
Hinterhermsdorf 284,5 ab September!
Karsdorf481,1748,564%
Reinberg 523,9 731,5
72%
Lauenstein-Stadt 562,1 876,9
64%
Fürstenwalde 539,2 666,5
81%
Dresden-Hosterwitz 502,5 646,9
78%
Mit Dank an Mathias für die Daten!
Für die böhmischen Stationen habe ich leider keine brauchbaren Referenzwerte gefunden.


Erläuterungen

zuerst Messwert, in Klammern Abweichung vom Mittel 1991-2020

Frosttage: Tage mit Tiefsttemperatur (Tmin) unter 0°C

Eistage: Tage mit Höchsttemperatur (Tmax) unter 0°C

Schneetage: Angaben Schneetage - Abweichung - max. Schneehöhe
heiße Tage: Tageshöchsttemperatur gleich/größer 30,0°C
* unvollständige Datenreihen